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Wir gratulieren unseren Nationalitätenstipendiaten

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Der Praxis der letzten Jahre folgend, hat das Staatssekretariat für kirchliche und Nationalitätenangelegenheiten des Ministerpräsidentenamtes auch in diesem Jahr seine Nationalitäten-Stipendien zur Bewerbung ausgeschrieben. Es ist eine große Ehre für die UBZ-Gemeinschaft, dass sechs der SchülerInnen unserer Institution die Erwartungen erfüllt haben und nun ihr Laufbahn am Gymnasium als Nationalitäten-Stipendiaten fortsetzen können.

Zweck der Ausschreibung ist die Unterstützung von Schülern der 10. Klasse mit herausragenden Leistungen, die zu einer der Nationalitäten Ungarns gehören und dort aktiv sind. Das Sekretariat zahlt den Gewinnern für die verbleibenden zwei Schuljahre bis zur Abiturprüfung ein monatliches Stipendium aus.

Hinten von links: Miklós Soltész, Luca Frick, Anna Sándorfi, Celina Maurer

Vorne von links: Terézia Szauter, Jázmin Csicsa, Bettina Csicsa, Korinna Schwarcz, Ibolya Hock Englenderné

Die Stipendien wurden am Lajos Tolnai Gymnasium in Gyönk übergeben. Die Gäste, Schüler und ihre Eltern wurden von Rozália Szűcs, Leiterin der Mitgliedseinrichtung, begrüßt. Staatssekretär Miklós Soltész betonte in seiner Rede, dass das Stipendium sowohl eine Hilfe für den Schulabschluss junger Menschen als auch eine Verantwortung sei, da wir von ihnen erwarten, dass sie als Intellektuelle der Zukunft Nationalitätentraditionen weitergeben und die Interessen der Nationalitäten vertreten. „Das seit 2011 bestehende Stipendium ist so beliebt, dass statt der ursprünglich zwei pro Schule beispielsweise bereits sechs erfolgreiche Bewerbungen aus dem UBZ eingegangen sind. Wenn ich die bisherigen Laufbahnen der Schülerinnen betrachte, freue ich mich, dass diese jungen Menschen nicht nur in ihren Schulen, sondern auch in ihrer Arbeit für die Nationalitätengemeinschaft hervorragende Leistungen erbringen. Ich vertraue darauf, dass sie überall, wo sie als IT-, Forstingenieure oder sogar Pädagogen arbeiten werden, ihre Wurzeln nicht vergessen und weiterhin für die Gemeinschaft arbeiten werden!“-sagte Miklós Soltész.

An der feierlichen Übergabe nahmen auch Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Gyula Szaka, Bürgermeister von Gyönk, und Terézia Szauter, Institutsleiterin des UBZ, teil.

Schülerinnen des UBZ, die dieses Jahr Stipendien erhalten haben:

Bettina Csicsa lebt mit ihrer Zwillingsschwester und ihren Eltern in einem kleinen Dorf Várdomb im Komitat Tolnau. Sie besuchte die Grundschule Várdomb, wo Nationalitäten-Deutschunterricht und Kunsterziehung eine herausragende Rolle spielten. Während ihrer Schullaufbahn war der Besuch des Dorfmuseums in Várdomb ein prägendes Erlebnis. Dort weckte die Ausstellung, die reich an Inhalten zu schwäbischen Volkstraditionen, Handwerk und Alltagsarbeit war, Bettinas Interesse.

Bettina Csicsa

Um ihre Zugehörigkeit zur deutschen Nationalität zu stärken, entschied sie sich für die Sprachvorbereitungsabteilung des Gymnasiums des UBZ in Baja und wurde dann in die zweisprachige deutsche Nationalitätenabteilung aufgenommen. Ihre Begeisterung für die deutsche Nationalität ist seit der Grundschule bis heute groß und sie lernt gerne Deutsch und ungarndeutsche Inhalte. Sie ist engagiertes Mitglied der Veranstaltung „Emsige Hände“.

Ihre schulischen Leistungen sind hervorragend und sie erhält oft schulische Anerkenung. Sie hat einen guten Sinn für Humor und eine gesellige und optimistische Persönlichkeit.

Schon in der 9. Klasse hatte sie konkrete Vorstellungen darüber, dass sie später im Bereich der deutschen Nationalität tätig werden möchte.

Sie hat verdientermaßen das deutsche Nationalitäten-Stipendium gewonnen, da es ihr helfen kann, ihre Ziele zu erreichen.

Jázmin Csicsa besucht die Nationalitätenabteilung des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baja. Im Schuljahr 2018/2019 absolvierte sie die Sprachvorbereitungsklasse der Einrichtung. Ihre schulischen Leistungen sind ausgezeichnet und ihre Arbeit zeichnet sich durch Präzision, Raffinesse, Fleiß und Konsequenz aus, wodurch sie für ihre Mitschüler als ein Vorbild dient.

Jázmin Csicsa

Sie ist ein echter Gemeinschaftsmensch und durch ihr fröhliches Wesen zieht sie die Aufmerksamkeit ihrer Umgebung auf sich. Am Projekttag „Theatertag“ der Schule schrieb und inszenierte sie ein Theaterstück in deutscher Sprache. Sie nimmt regelmäßig an den Aktivitäten der „Emsigen Hände“ teil, wo sie schwäbische Traditionen wieder aufleben lassen, alte Rezepte und Handwerksbräüche ausprobieren und einüben oder Ungarndeutsche aus dem Komitat Batschka persönlich kennenlernen können.

Jázmin lebt mit ihrer Familie in Várdomb, wo sie ein aktives Mitglied der dortigen schwäbischen Gemeinde ist und zusammen mit ihrer Familie die ungarndeutschen Traditionen pflegt, was auch entscheidende Impulse für ihre schulische Karriere im Gymnasium waren.

Das Stipendium hat sie sich redlich verdient, da sie konkrete Pläne und Vorstellungen für die Zukunft hat, bei deren Umsetzung ihr dieses Stipendium viele Möglichkeiten bietet.

Luca Frick lebt mit ihrer Familie in Tschasartet und sie nehmen zusammen regelmäßig an den Nationalitäten-Veranstaltungen des Dorfes teil. Dort besuchte sie die Nationalitätengrundschule Miklós Bánáti. Während dieser 8 Jahre erhielt sie eine Nationalitätserziehung hohen Niveaus, da sie an der Einrichtung ab der ersten Klasse 5 Stunden pro Woche Deutsch sowie die damit verbundene deutsche Volkskunde lernte.

Luca Frick

Luca lernte bereits dort die Geschichte von Tschasartet und der Deutschen in Ungarn kennen und ihr Bewußtsein für ungarndeutsche Traditionen schärfte sich und ihre Verbundenheit mit ihnen wuchs stetig. Diese Grundlagen motivierten sie, sich für die zweisprachige Nationalitätenabteilung des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baja zu bewerben.  

Neben dem Deutschunterricht im Gymnasium kann Luca einige Fächer auf Deutsch lernen und sich mit Begeisterung mit der Vergangenheit und Gegenwart der in Ungarn lebenden deutschen Nationalität auseinandersetzen, um ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Sie ist festes Mitglied der „Emsigen Hände“, wo sie ihre Kenntnisse über die deutschen Volkstraditionen vertiefen und erweitern kann. Außerdem strebt Luca am Ende der 12. Klasse die englische Sprachprüfung an.

Ihr Hobby ist Fotografieren und sie hat mehrere Fotoserien über die berühmte Kellerreihe in Tschasartet gemacht und bereits einen Wettbewerb für eine Fotoserie über die Kellerreihe eines benachbarten schwäbischen Dorfes, Nadwar, gewonnen.

Celina Maurer ist Schülerin der 11A des Ungarndeutschen Bildungszentrums. Sie studiert und pflegt die Traditionen der Deutschen in Ungarn seit mehr als 11 Jahren, denn schon vor der Schule begann sie im Kindergarten damit, sich mit den Bräuchen und der Kultur der Nationalität vertraut zu machen. Neben ihrer schwäbischen Herkunft und ihren Vorfahren waren es diese frühen Einblicke in die deutsche Sprache und ungarndeutsche Kultur, die den Wunsch weckten, die Schönheiten der deutschen Sprache und der schwäbischen Kulturam UBZ noch besser kennenzulernen. So erwarb Celina ein breites Wissen über die Geschichte und Bräuche der Deutschen in Ungarn.

Celina Maurer

Während ihrer Schulzeit kann sie auf hervorragende Leistungen blicken, da sie eine der erfolgreichsten Schülerinnen der Klasse ist und ihre hervorragenden Deutsch- und Englischkenntnisse vorbildlich sind. Ihre Einstellung zu ihrer schulischen Arbeit ist geprägt von Verlässlichkeit und Pflichtbewußtsein. Ihre schulischen und freiwilligen Aufgaben erfüllt sie anspruchsvoll und auf hohem Niveau. Celina spielt eine wichtige Rolle in der Klassengemeinschaft. Sie wirkt mit ihrer reifen Persönlichkeit positiv auf ihre Mitschüler, unterstützt sie und hilft ihnen mit ausgeprägtem sozialem Feingefühl und Verantwortungsbewusstsein.

In den letzten Jahren nahm sie erfolgreich am Nationalitätenlandeswettbewerb der Grundschule (OÁTV) und am Landesdeutschwettbewerb der Mittelschulen teil. Als Mitglied der deutschen Volkstanzgruppe des UBZ präsentiert sie auf Veranstaltungen mit Hingabe die Trachten und Tänze der Nationalität. Mit großem Enthusiasmus und hoher Qualität prägte sie die Persönlichkeit der Hauptfigur in dem Film „Abgedreht“ für das Deutsche Jugendfilmfestival in Ungarn, der das Schicksal der deutschen Nationalität darstellte.

All dieses Lob beweist hinreichend, dass Celina das Nationalitäten-Stipendium wirklich verdient hat.

Anna Sándorfi ist Schülerin der 11A Klasse des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Ungarn.

Anna Sándorfi

Dank ihrer schwäbischen Vorfahren ist sie mit der ungarndeutsche Kultur seit ihrer frühesten Kindheit eng verbunden. Sie wuchs in einer Familie auf, in der die Großeltern gerne über ihre Kindheit, Bräuche und Traditionen sprachen. Um die Tradition zu bewahren, wurde Anna in den Kindergarten des Ungarndeutschen Bildungszentrums eingeschrieben, wo sie sich weiterhin mit der deutschen Sprache, Kultur und Bräuchen vertraut machte. In der UBZ-Grundschule entfalteten sich Annas Deutschkenntnisse beachtlich, wodurch sie immer mehr Gelegenheit hatte, die Ungarndeutschen kennenzulernen. Bereits in der Grundschule beteiligte sie sich aktiv am Leben der deutschen Volkstanzgruppe der Schule und sang begeistert im Chor. In der Oberstufe der Grundschule hat sie bereits mehrere Fächer auf Deutsch gelernt und erhielt dank ihrer hervorragenden Leistungen die Möglichkeit, ihe Schullaufbahn an dem zweisprachigen sechsklassigen Gymnasium in der sechsten Klasse fortzusetzen. Zu ihren schulischen Erfolgen zählen der erste Platz beim deutschsprachigen Landesgeographiewettbewerb „Geowettbewerb”, das Bestehen der DSD II-Prüfung, der 3. Platz beim Landeswettbewerb in deutscher Sprache und der 3. Platz beim städtischen deutschsprachigen Präsentationswettbewerb.

Neben ihren vielen schulischen Erfolgen ist Anna Mitglied der Volkstanzgruppe des Gymnasiums und engagiert sich in verschiedenen Bereichen des Schülerlebens. Sie vertritt ihre Klasse in der Schülerselbstverwaltung und ist ein tragendes Mitglied der „Emsigen Hände“, die monatlich taraditionsbewahrende Aktivitäten veranstaltet. In Annas Fall spiegeln viele Beispiele den Ausdruck ihrer deutschen Nationalität wider.

Es gehört zu ihren weiteren schulischen Zielen, sich mit der Muttersprache der Ungarndeutschen weiterhin vertieft zu beschäftigen.

Korinna Schwarcz ist Schülerin der Klasse 11B im Ungarndeutschen Bildungszentrum. Hinsichtlich ihrer Lernleistungen schloss sie das vergangene Jahr mit einem ausgezeichneten Zeugnis (Durchschnitt 4,93 bei einem bestmöglichen Schnitt von 5,0) mit vier Fachauszeichnungen ab. Neben ihren Unterrichtsaktivitäten und ihrem Fleiß ist vor allem ihre hervorragende Arbeit für die Gemeinschaft zu erwähnen. Korinna hat eine fröhliche, respektvolle, positive Persönlichkeit.

Korinna Schwarcz

Aufgrund ihrer ungarndeutschen Herkunft (ihre Mutter stammt aus Tschasartet) zeigte sie immer großes Interesse an ungarndeutschen Traditionen. Gerne nimmt sie an Nationalitäten-Veranstaltungen in Tschasartet teil, darunter auch am örtlichen Schwabenball.

Sie besucht regelmäßig die Kurse „Emsige Hände“, die an ihrer Schule, dem UBZ Baja, organisiert werden und hat sich mit den Techniken des Härtens, Bügelns und der Stickerei von Trachten und der Zubereitung schwäbischer Speisen nach alter Tradition beschäftigt. Korinna war auch in einem der Filme des Deutschen Filmfestivals und des Wettbewerbs „Abgedreht!” in Ungarn zu sehen, den sie mit ihren Klassenkameraden gedreht hat.

Während der Entwicklung des Ungarndeutschen Landeslehrpfades am UBZ nahm sie an dem damit verbundenen Wettbewerb teil, bei dem SchülerInnen ihre Ideen über die Zukunft der Deutschen in Ungarn formulierten. Ihre sehr differenziert dargelegten Ansichten dazu wurden im Begleitheft des Landeslehrpfades veröffentlicht. In diesem Artikel beschreibt sie, dass sie die Geschichte ihrer Familie auch ihren Kindern erzählen möchte, damit ihre Großeltern diese Welt mit dem Wissen verlassen, dass ihre Traditionen lebendig bleiben. Dank moderner Medien und Sozialer Netzwerke kann jeder etwas über die Geschichte, Traditionen und Rezepte der Deutschen in Ungarn erfahren. Neben den Traditionen geht nach ihrer Vorstellung auch die Sprache der Ungarndeutschen in Zukunft nicht verloren, wenn es möglich ist, sie in Schulen und an Universitäten zu lernen. Schließlich prognostiziert sie eine größere Rolle für die Deutschen in in der ungarischen Politik.

Diese Zeilen zeigen auch Korinnas Respekt und Liebe sowie ihre ehrgeizige Haltung gegenüber der deutschen Nationalität. Ihr nächstes Ziel ist der Erwerb des „Ulmer Schachtel-Führerscheins“, der sie dazu berechtigt, Führungen durch den Landeslehrpfad am UBZ abzuhalten. Das erworbene Nationalitäten-Stipendium wird dazu beitragen, dass sie ihre Ziele erreichen wird.

Herzlichen Glückwunsch an die Schüler des UBZ zu diesen Nationalitäten-Stipendien. Wir wünschen ihnen viel Erfolg beim Erreichen all ihrer Ziele!

Fiedler Antal

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