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Der Tag der Deutschen Einheit 2021 am UBZ: Teilung und Wiedervereinigung ausdrucksstark in Szene gesetzt

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In diesem Jahr wurde der 3. Oktober, der Tag der Deutschen Einheit am 1. Oktober bei uns am UBZ „vorgefeiert”, indem alle Klassen des Gymnasiums sich in der ersten Stunde das von Kolleginnen und Kollegen zusammen mit Schülerinnen der aus 12 A in einem Film verwirklichte Programm anschauten. Für das Programm waren dieses Jahr Frau Frohs, Herr Angladagis und Herr Matz federführend verantwortlich.

Es begann mit Grußworten von Herrn Stübler, in denen er unter anderem hervorhob, wie überwältigend die Erfahrung der Menschen in Deutschland war, nach dem Fall der Mauer nicht mehr  vom anderen Teil Deutschlands abgetrennt zu leben, hatten doch fast dreißig Jahre des Lebens im Schatten der Mauer ein nicht-geteiltes Deutschland zu einer fast unvorstellbaren Utopie werden lassen. Auch hob er hervor, dass Ungarn es war, das mutig das erste Loch in den Stacheldraht zwischen Ost- und Westeuropa geschnitten hat und einen bedeutenden, grundlegenden Schritt zur Überwindung der Deutschen Teilung und der Annäherung zwischen Ost und West – in ganz Europa – geleistet hat. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Ungarn dies selbstlos und ohne die Forderung von Gegenleistungen getan hat, denn „Ungarn,” so sagte es 1989 der ungarische Ministerpräsident Miklos Németh auf eine Anfrage Helmuts Kohls hin „verkauft keine Menschen!”  

Es folgten darauf szenische Spielsequenzen, in denen in Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 A Stationen der deutschen Geschichte wortlos, aber ausdrucksstark nachspielten, um sie darauf in kurzen Berichten zu erläutern. Gedichtrezitationen und eine grandios gespielte Interviewszene zur Entstehung des „Sonderzugs nach Pankow” von Udo Lindenberg rundeten das Programm ab. Die geschichtlichen Stationen, die so in einem atmosphärisch dichten und abwechslungsreichen Programm für unsere Schüler sicht- und erfahrbar wurden, waren der Zusammenbruch und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, die Teilung (und Gewöhnung an den Status Quo – besonders in der BRD), der Protest in der DDR und die Suche nach den Löchern in der Mauer und schließlich die Wiedervereinigung und die damit verbundenen Debatten.

Im Anschluss an den Film waren die Schülerinnen und Schüler gefragt, ihre Eindrücke zur Deutschen Einheit digital in maximal fünf Begriffe gefasst in die „Cloud” zu schicken, woraus eine beeindruckende Wortwolke aus den 231 Rückmeldungen entstand. Auch wurde Feedback zu dem Programm über die Smartphones der Schüler abgefragt, das differenziert und positiv ausgefallen ist. Dies zeigte uns, dass der Tag der Deutschen Einheit auch bei uns am UBZ ein Anlass ist, an ihre einigende und Grenzen überwindende Botschaft zu erinnern und dankbar für Frieden und Freiheit in Europa zu sein.

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