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Vierter Platz beim Landeswettbewerb Jugend debattiert international!

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Gespräch mit Zsófia Kállai, Schülerin der 11. Klasse  

Vor einigen Tagen fand das Landesfinale von Jugend debattiert in Mittel-, Ost- und Südosteuropa statt. Weitere Details aber nun direkt von der viertplatzierten Zsófi. 

– Was müssen wir über „Jugend debattiert“ wissen? 

– Dies ist ein Debattenformat, bei dem zwei „PRO“ – und zwei „CONTRA“-Akteure für oder gegen ein bestimmtes Thema argumentieren müssen. Natürlich auf Deutsch. 

– Wer kann daran teilnehmen? 

– Alle Schüler, die so eine Vorbereitung in ihrer Schule haben. Dies ist im UBZ schon eine mehr als zehnjährige Tradition. 

– Welche Stationen durchläuft man? 

– Wenn keine Ausnahmesituation, wie aktuell durch Corona verursacht, vorliegt, folgt auf die beiden Schulrunden ein Wettbewerb zwischen Schulen, gefolgt von einer nationalen Qualifikation. Auf letzterem kann man das Halbfinale und dann das Finale erreichen. Aufgrund des Online-Systems erfolgte nach der Schulrunde nun ein nationales Halbfinale mit 16 Teilnehmern. Vier von diesen 16 erreichten das Finale. 

– Wie kann man sich eine solche Debatte vorstellen? 

Wir bekommen die Frage circa anderthalb Wochen vor dem Wettbewerb: Diese Zeit bleibt dann, um sich vorbereiten zu können. Wir müssen Vor- und Nachteile sammeln, da wir unsere Rolle erst eine halbe Stunde vor dem Debatte erfahren, indem wir Lose ziehen. Im Wettbewerb besteht die Diskussion aus drei Teilen. Der erste ist eine zweiminütige Eröffnungsrede in einer bestimmten Reihenfolge: „PRO 1“, „CONTRA 1“, „PRO 2“ und schließlich „CONTRA 2“. In „PRO 1“ werden Maßnahmen zu einem bestimmten Thema erläutert, die die andere Seite natürlich kritisiert. Es folgt ein zwölfminütiger Abschnitt, in dem jeder seine Argumente in ungezwungener Reihenfolge vortragen kann. Der dritte Teil ist eine Abschlussrede in einer Sequenz ähnlich dem ersten Akt in einer Minute.

 

– Bewertet eine Jury? 

– Ja. Die folgenden Aspekte werden bewertet: Kommunikations- und Sprechfähigkeit, Überzeugungskraft, Professionalität und Ausdruckskraft. 

– Aus wem besteht dieses Gremium? 

– Hauptsächlich aus Lehrern, aber auch Personen, die in den vergangenen Jahren am Wettbewerb teilgenommen haben, können Mitglieder sein. 

– Welche Fragen kommen vor? Worüber streitet ihr? 

– Im Halbfinale ging es darum, ob unter 18 Jahre Produkte in sozialen Medien bewerben werden können. Wir haben bereits darüber diskutiert, ob Klimaschutz als Fach in der Schule eingeführt werden soll. Im Finale haben wir nach Vor- und Nachteilen gesucht, um in Ungarn nur noch ohne Bargeld zu bezahlen. 

– Wie hast du dich vorbereitet? 

– Ich habe hauptsächlich im Internet nach Argumenten gesucht und Statistiken gelesen. Am Tag vor dem Finale hielt uns der Geschäftsführer der Magyar Nemzeti Bank einen Vortrag über Barzahlung und am Abend übten wir online mit meinen Debattierkollegen. 

– Herzlichen Glückwunsch zu deiner Platzierung!  Es war nicht wenig Arbeit im Vorfeld. Wer hat dabei geholfen? 

-Vielen Dank! Ein großes Dankeschön gilt meinen Lehrerinnen Péter Szandra, Zsednai Dóra und Dr. Major Hajnalka. Ich habe mich von ihnen beraten lassen: sie haben mich in die Wettbewerbsreihe „Jugend debattiert“ eingeführt. 

– Du bist momentan in der 11. Klasse und machst 2022 dein Abitur. Welchen Einfluss wird dieser nationale vierte Platz für dich haben? 

– Ich habe vor, ein Studium in Deutschland zu beginnen. Dieser Wettbewerb hat meinen Wunsch bekräftigt.  

Als Verfasser dieser Zeilen bin ich in der glücklichen Lage, dass Zsófi  Mitglied meiner Internatsgruppe seit dem Beginn ihrer Vorbereitungsklasse vor vier Jahren ist. Wenn bescheidenes Lächeln eine Maßeinheit sein könnte, wäre es sicherlich Zsófia Kállai: eine ausgezeichnete Schülerin, respektvoll und immer sehr fleißig! Außerdem ist sie Mitglied der Schülermitverwaltung des Internats. Ein echtes Vorbild! 

Fiedler Antal 

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