Gespräch mit Péter Perity, Schüler der Klasse 9a des UBZ
Er ist ein ständiger Teilnehmer an Schulfeierlichkeiten, bewegt sich aber auch auf dem Fußballplatz ganz selbstverständlich. Das Saxofon ist sein Lieblingsinstrument, er spielt gern Gitarre, kommt aber auch mit dem Klavier und dem Schlagzeug zurecht. Seit seiner Kindheit ist er vom Volkstanz fasziniert und hat eine große Leidenschaft für Geschichte. Auch der Anlass unseres Gesprächs ist mit dem Fach Geschichte verknüpf: Beim 27. Landesweiten Savaria-Geschichtswettbewerb in Szombathely erreichte er den sechsten Platz. Er ist Péter Perity, Schüler der Klasse 9a des UBZ, den ich zunächst nach den Einzelheiten des Geschichtswettbewerbs fragte.
– Geschichte interessiert mich schon lange, aber wettbewerbsmäßig habe ich mich zum ersten Mal in der siebten Klasse damit beschäftigt. Damals verpasste ich das Landesfinale nur um ein paar Punkte, im vergangenen Jahr kam ich aber schon hinein und wurde Achter von fünfzehn Teilnehmern. In diesem Jahr war ich am Anfang nicht so motiviert, aber nachdem ich die Burgkomitatsrunde gewonnen hatte, bekam ich richtig Lust darauf, und das trug mich bis zum sechsten Platz auf Landesebene. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei meiner Geschichtslehrerin Teréz Révainé Schőn für ihre unterstützende Hilfe bedanken!
– Herzlichen Glückwunsch, du hast wirklich ein hervorragendes Ergebnis erzielt! Wie lief das Finale in Szombathely ab?
– Der Wettbewerb fand am 24. und 25. April 2026 statt. Nach der Eröffnung am Freitag mussten wir einen schriftlichen Test und Aufgaben mit Essaycharakter lösen. Am Samstag folgte die mündliche Präsentation, bei der wir eines von fünf Themen ausarbeiten und anschließend in zehn Minuten vortragen mussten. Danach stellten die Mitglieder der Jury Fragen.
– In der Einleitung habe ich bereits angedeutet, dass ich dich als ziemlich vielseitigen Schüler kenne. Was liegt dir am nächsten?
– Wenn ich eines nennen muss, dann ist das natürlich die Musik. Zu Hause läuft ständig irgendetwas, und das hat eindeutig Spuren in mir hinterlassen. Mein Vater spielt Gitarre, vielleicht kommt von ihm die Liebe zu den Instrumenten. Mit sieben Jahren habe ich mit der Blockflöte begonnen, danach kam das Saxofon. Ich mag die Gitarre und kann in gewissem Maße auch Schlagzeug spielen, Klavier spielen und Mundharmonika spielen. Musik ist für mich Erholung. Ich möchte nicht unbescheiden klingen, aber ich habe ein Gespür dafür, ich lerne leicht und schnell.
– Würdest du einige Erlebnisse mit uns teilen, die du der Musik verdankst?
– Ich habe es als große Ehre empfunden, dass ich in das Blasorchester von Vaskút eingeladen wurde, ich fühle mich dort sehr wohl. Dankbar bin ich auch Herrn Zoltán Illés für die Möglichkeit, in der Internatsband mitzuwirken. Nicht nur die Auftritte, sondern auch die Proben oder die Reisen bedeuten für mich riesige Erlebnisse. Genauso geht es mir mit dem Volkstanz. Seit elf Jahren nehme ich an der Arbeit der Tanzgruppe in Érsekcsanád teil, und auch diese Gemeinschaft mag ich sehr. Mit ihnen bin ich zum Beispiel in unsere siebenbürgische Partnergemeinde Csíkszentkirály gekommen, was für mich ein großes Erlebnis war.
– Wir haben von dir schon Gedichte und Prosa gehört. Wie ist dein Verhältnis zur Literatur?
– Meine Mutter unterrichtet Ungarisch, und seit ich die Buchstaben kenne, ermutigt sie mich ständig zum Lesen. Natürlich lese ich nicht unbedingt Belletristik. Im Moment blättere ich gerade in der Biografie eines ehemaligen Spielers meiner Lieblingsfußballmannschaft. Es geht um Liverpool und Steven Gerrard.
– Gehen wir es noch einmal der Reihe nach durch: Geschichte, Musik, Volkstanz, Literatur, und jetzt ist ein neuer Faden aufgetaucht, der Fußball. Ehrlich gesagt habe ich ihn ein wenig vermisst, also sprechen wir auch darüber ein bisschen! Spielst du Fußball wettbewerbsmäßig?
– Ja, ich bin registrierter Spieler der Mannschaft von Érsekcsanád. Auch Fußball ist für mich Erholung. Nach dem Lernen gibt ein gutes Training eine ausgesprochen angenehme Müdigkeit. Wenn ich nicht spiele, schaue ich Fußball im Fernsehen oder lese darüber. Wenn es im Winter keinen Fußball gibt, kann auch eine andere Sportart kommen. Ich bin ein Allesfresser. Wie ich schon erwähnt habe, ist meine Lieblingsmannschaft Liverpool, aber ich möchte schnell hinzufügen, dass ich ihnen schon vor der Ankunft von Szoboszlai die Daumen gedrückt habe. Dominik ist das Sahnehäubchen, ich mag sein Spiel sehr.
– Ich beginne zu glauben, dass dein Tag nicht aus 24 Stunden besteht. Neben so vielen Beschäftigungen ist da ja auch noch das Lernen. Wie schaffst du das?
– Einige haben mir schon gesagt, dass ich bei so vielen Programmen nicht normal sei. Darauf habe ich geantwortet: Ohne Beschäftigungen würde ich mich zu Tode langweilen. So fühle ich mich wohl. Natürlich werde ich manchmal müde und erschöpft. Dann lege ich mich hin.
– Du bist eine echte Energiebombe. In der neunten Klasse ist die Frage vielleicht noch weit entfernt, aber ich wage sie trotzdem. Weißt du schon, welchen Berufsweg du einschlagen möchtest?
– Sie ist wirklich noch weit entfernt, aber ein bisschen formt es sich schon. Meine Eltern sind beide Pädagogen, und in letzter Zeit habe ich an mir bemerkt, dass mir dieser Beruf auch immer näherkommt. Sicher ist, dass ich kleine Kinder nicht unterrichten würde, aber vielleicht die Altersgruppe der Mittelschüler oder Universitätsstudenten. Viele meinen, ich sollte eine musikalische Laufbahn einschlagen, aber in dieser Frage stimme ich mit meinen Eltern überein. Ihrer Meinung nach sollte ich einen Beruf haben, und daneben kann ich so viel musizieren, wie ich möchte. Diese Reihenfolge soll nur erhalten bleiben. Ich würde gern etwas mit Geschichte anfangen. Auch Politik interessiert mich, aber ich könnte mir auch etwas im Zusammenhang mit Sport vorstellen. Wir werden sehen.
– Peti, wie fühlt es sich an, dass dich viele kennen? Ist es Freude, Last, Verantwortung oder nichts Besonderes?
– Letzteres. Ich fühle mich ausgezeichnet so, wie ich bin. Befreit. Es stört mich nicht, wenn mich jemand anspricht, ich unterhalte mich gern. Natürlich kam es auch schon vor, dass mich jemand bat, bei meiner Mutter eine Fünf für ihn zu organisieren, aber in solchen Fällen lächle ich nur. Meinen Eltern habe ich viel zu verdanken. Sie schaffen alle Voraussetzungen für mein glückliches Leben und bringen mir die Grundwerte des Lebens bei.
– Da wir uns dem Ende unseres Gesprächs nähern, machen wir es ein wenig lockerer! Es folgen Blitzfragen. Dein Lieblingsfilm?
– Die „The Naked Gun.“-Trilogie, Forrest Gump.
– Deine Lieblingsband?
– Queen beziehungsweise die Beatles.
– Dein Lieblingsessen?
– Schwierige Frage … Ich mag vieles. Vielleicht die Bajaer Fischsuppe, scharf, so wie mein Großvater sie kocht.
– Hund oder Katze?
– Beides.
– Schwarz oder weiß?
– Weiß.
– Halb leer oder halb voll?
– Halb voll.
– Das soll das Schlusswort sein! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg in allen Bereichen des Lebens! Vielen Dank für das Gespräch! Es war ein Erlebnis!
Antal Fiedler