Am 13. Oktober besuchte unsere Klasse das Theaterstück 1948 – Ohne Gepäck in der Deutschen Bühne in Szekszárd. (https://www.dbu.hu/repertoire/1948-ohne-gepack)
Vor dem Stück haben wir in zwei Gruppen mit unseren Lehrerinnen und Lehrern an einem Workshop teilgenommen, bei dem wir den historischen Hintergrund des Theaterstücks kennengelernt haben.
Das Theaterstück behandelt das Leben von zwei Familien. András und seine Tochter Anna stammen aus der Tschechoslowakei und gehören zu den Neusiedlern, die nach Ungarn kommen. Sie ziehen in das Haus einer schwäbischen Familie ein, von der nur ein Teil nach der Vertreibung in Ungarn bleiben konnte. Enikő (Erika) hat ihren Namen verändert und sie eröffnete ein Restaurant, während ihre Schwester (Elisabeth) und ihre Tochter (Anna) aus Deutschland nach Ungarn geflohen sind. Die Situation hat sich seit der Vertreibung stark verändert. Fremde Leute wohnen in ihrem Haus. Sie dürfen ihre Muttersprache nicht sprechen, sie dürfen nicht mehr in ihr altes Haus zurückziehen. Sie müssen darauf achten, wie sie sich benehemen, sonst werden sie wieder nach Deutschland geschickt.
Die Geschichte verfolgt das Schicksal der beiden Familien. Dabei kreuzen sich ihre Wege immer wieder, während die Folgen von Krieg, Vertreibung und Neuanfang aus ihren unterschiedlichen Perspektiven dargestellt werden.
Meine persönliche Lieblingsfigur war die Wahrsagerin, die alles in ihrem Leben verloren hat. Sie soll allein auf der Straße überleben. Sie war die interessanteste Person für mich, weil sie so viele Schwierigkeiten allein meistern musste, die auch andere Frauen und Mädchen in der Vergangenheit erlitten haben. Leider gibt es auch heute Menschen, die Ähnliches erleben müssen. Hoffentlich lernt man aus der Vergangenheit.
Meiner Meinung nach konnten wir mit diesem Theaterstück einen Blick in die Zeit und die Perspektiven verschiedener Lebenssituationen der Figuren bekommen, die diese ganze Geschichte erlebten.
Lisa Manhalt
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