Das ungarische Parlament hat im Jahre 2012 den 19. Januar zum Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen erklärt. Am UBZ erinnern wir uns jedes Jahr mit einer Gedenkveranstaltung an die traurige Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

In diesem Jahr hat die Klasse 9. C unter Anleitung von Frau Szandra Péter und Herrn Péter Csorbai ein niveauvolles und bewegendes Programm zusammengestellt. Laut der Rahmenhandlung sucht eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern Material für ein Programm zum nahenden Gedenktag und stößt dabei auf Gedichte und weitere Erinnerungen. Unter anderem finden sie ein zeitgenössisches Tagebuch, die Erinnerungen eines damals 10-jährigen Mädchens, in denen sie sich vertiefen. Auf der anderen Seite der Bühne erwacht inzwischen die Geschichte der vertriebenen Familie zum Leben.

Es ist besonders wichtig, dass die heutigen Jugendlichen die Ereignisse der Vergangenheit sowie diese tragischen und schicksalswendenden Momente der Geschichte der Ungarndeutschen kennenlernen und sie richtig einordnen können. So bekommen sie die Möglichkeit, über die Verurteilung anderer, aber auch über Zusammenhalt, Glaube und menschliche Haltung nachzudenken. Am Ende des Programms haben die Mitwirkenden den Aufruf formuliert: NIE WIEDER!

Die Feier wurde mit einem Gedicht der ungarndeutschen Dichterin Valeria Koch abgeschlossen, das zum Vergeben mahnt und gegen Hass auftritt.

Péter Csorbai