Auch in diesem Jahr ist die Ballsaison eröffnet. Der traditionelle Baja-Schwabenball fand am 8. Februar in der Sporthalle des UBZ statt. In der wunderschön geschmückten Halle fanden sich rund 500 Gäste ein, die pünktlich zum Beginn um 19 Uhr eintrafen.
Vor der festlichen Versammlung gab es eine Begrüßungsrede von Peter Stübler, dem Leiter des Instituts. „Warum ist der Schwabenball so besonders? Weil er nicht nur unsere aktuelle Schulgemeinschaft zusammenbringt, sondern auch ehemalige Schüler, Freunde und die Baja-Gemeinschaft in unser Institut lockt. UBZ gibt es seit fast sieben Jahrzehnten. Wir haben eine starke Identität, eine Tradition und einen festen Platz in der Stadt Baja. Das kann man nicht kaufen oder aus dem Internet herunterladen, sondern man muss es sich über Generationen hinweg erarbeiten. Das ist uns hier gemeinsam gelungen. Außerdem habe ich rund 80 Tänzerinnen und Tänzer in den Kostümen von Hajosch und Nemesnadudvar hinter mir, die zu den aktuellen und ehemaligen Tanzgruppen der Schule gehören. Was für ein tolles Gemeinschaftsgefühl, was für eine Freude, den Kern der deutschen Nationalkultur – den Volkstanz – hier in unserer Schulgemeinschaft so erfolgreich pflegen und bewahren zu können“- das sagte Peter Stübler, der dann allen einen guten Appetit für das Abendessen und viel Spaß für den Rest des Abends wünschte.
Anschließend richtete die Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Zsuzsanna Gerner, die die Schirmherrschaft über den Ball übernommen hatte, das Wort an die zahlreich erschienenen Gäste. In ihrer Rede wies sie darauf hin, dass der Deutschunterricht in Baja, wie auch in Budapest und Pécs, im Jahr 1956 begann. „Es ist eine große Freude zu sehen, dass aus der Schule von damals heute eine exzellentes deutsches Bildungszentrum im Ausland geworden ist. Ich halte es für einen großen Wert, dass das UBZ neben der Ausbildung der Schüler auch großen Wert auf die Bewahrung der deutschen Identität und die Pflege der Traditionen legt” – sagte Dr. Zsuzsanna Gerner. Sie übergab das Wort an Terézia Szauter, die Beauftragte der Stiftung, die kurz die Choreographie des Tanzes der festlichen Versammlung vorstellte.
Der Tanz handelte von dem in den schwäbischen Gemeinden sehr wichtigen Tag der Kirmes, auf den sich die Dorfbewohner sorgfältig vorbereiteten. Morgens gingen alle in die Kirche, dann zum Karussell und abends zum unvermeidlichen Ball. Für diese Atmosphäre sorgten rund 80 Tänzer auf der Bühne. Die Choreographien für die verschiedenen Altersgruppen wurden von den Leiterinnen der Tanzgruppen unter der Leitung von Terézia Szauter zusammengestellt. Vielen Dank an Andrea Angeliné Tripolszky, Edit Gyetvai, Andrea Kiss, Erzsébet Osztrogonácz, Ágnes Tokay, Katalin Hidasiné Huber und Zsanett Melcher! Die Mundharmonika-Begleitung wurde mit gewohnter Professionalität von József Emmert übernommen. Neben den Tanzgruppen sang auch der Chor der UBZ-Nachtigallen und das Blasorchester Babarci spielte schöne Melodien.
Nach den erfolgreichen Aufführungen gab es ein Abendessen und einen Ball bis zum Morgengrauen. Das Restaurant „Mühle” sorgte für köstliches Essen, und das Sextett-Orchester für die gute Stimmung. Außerdem gab es eine Tombola mit vielen wertvollen Preisen. In diesem Jahr hatten die Organisatoren zum ersten Mal auch ein Spielzimmer eingerichtet, das von den Kindern sehr gerne genutzt wurde.
Diejenigen, die den ausgezeichneten Schwabenball besucht haben, zählen sicher schon die Tage bis zum Treffen 2026. Diejenigen, die noch nicht dabei waren, sollten nächstes Jahr dabei sein! Vielen Dank für die Organisation an József Emmert, Aliz Munding und den Hausmeisterdienst des UBZ! Fortsetzung in einem Jahr!
Antal Fiedler
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Fotos: Kelemen Áron/Bácskai Napló