hude Magyarországi Németek Általános Művelődési Központja - Ungarndeutsches Bildungszentrum +36 (06) 79 - 520 930 - OM azonosító: 027939
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„Das Geheimnis einer guten Schule ist ein gutes Schulprogramm!“

MNÁMK-UBZ > Einheitliche Schule > „Das Geheimnis einer guten Schule ist ein gutes Schulprogramm!“

Wie bereits berichtet, hat die ungarische Zeitschrift HVG auch dieses Jahr ihr Ranking der besten Mittelschulen des Landes veröffentlicht, in dem das UBZ den 87. Platz erreicht hat, also unter den 100 Besten ist. In einem anderen Vergleich ? unter den Schulen mit Trägerstiftungen ? haben wir den 3. Platz belegt.

Nach der Bekanntgabe der hervorragenden Ergebnisse haben wir die Hauptdirektorin, Frau Terézia Szauter, befragt.

-Frau Hauptdirektorin, was ist Ihrer Meinung nach das Geheimnis einer guten Schule?

– Das Geheimnis einer guten Schule ist ein gutes Programm. Im Ungarndeutschen Bildungszentrum wurde das durch die Kombination des ungarischen und des deutschen Bildungsmodells erreicht. Wir haben ein durchdachtes, konstruktives Programm, das im Kindergarten beginnt und mit dem Abitur endet.

– Die von HVG festgelegte Reihenfolge stützte sich auf sieben wichtige Kriterien. Was braucht man für ein gutes Ergebnis in diesen Bereichen?

– Bei unserer Arbeit legen wir großen Wert darauf, die Kompetenzen der SchülerInnen und gute Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln. Aufgrund der Ausrichtung unserer Schule tun wir dies auf Deutsch, auf Ungarisch und später auch auf Englisch. In unserem vielfältigen Angebot bieten wir sowohl zwei Gymnasialabteilungen als auch ein Fachgymnasium für die Grundschulabsolventen an.

– Wir haben ein Programm und ein vielfältiges Bildungsangebot. All dies wäre jedoch ohne entsprechend ausgebildete Pädagogen nichts wert. Wie sehen Sie das?

– Ein gutes Programm kann natürlich nur von hoch professionell ausgebildeten LehrerInnen durchgeführt werden. Ich bin sehr stolz auf meine Kollegen, die ihr Wissen und ihre methodischen Werkzeuge ständig aktualisieren. Viele von ihnen verfügen über die ungarische Qualifikation Meisterpädagoge und sind somit wahre Meister ihres Berufs.

– Kein Athlet oder Team kann ohne einen angemessenen Infrastrukturhintergrund erfolgreich sein. Wie wichtig ist das bei der Qualität der Arbeit an einer Bildungseinrichtung?

– HVG hat das zwar nicht in die Kriterien aufgenommen, aber ich halte es für äußerst wichtig. Auch hier streben wir eine kontinuierliche Verbesserung an. Unsere Einrichtung wurde kürzlich um eine neue Sporthalle erweitert, und unsere Klassenzimmer und Fachklassenräume werden in angemessenen Zeitabständen renoviert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Ich würde dabei vor allem auch unsere digitale Ausstattung hervorheben. Um die Frage zu beantworten:  Ein Schlüssel zu unserem Erfolg ist unsere gute Infrastruktur, wofür wir uns sehr herzlich bei unserer Trägerstiftung bedanken.

Peter Stübler, deutscher Direktor des UBZ, äußert sich ebenfalls zu der Platzierung:

– Herr Direktor Stübler, wie beurteilen Sie dieses Ergebnis?

– Ich arbeite erst seit zwei Monaten im UBZ, aber die Plätze 87 und 3 auf Landesebene sind mir bereits eine große Freude und Ehre. Es fühlt sich wirklich gut an, in einer so kreativen Gemeinschaft zu arbeiten. Die Institution ist auf dem richtigen Weg.

– Diese beiden Platzierungen erzählen uns auch von der Zusammenarbeit von LehrerInnen und SchülerInnen. Wie sehen Sie das?

– Ich habe in den letzten Wochen viele motivierte SchülerInnen getroffen. Sie wenden sich interessiert den Dingen der Welt zu; sie lernen gerne Sprachen. Hauptsächlich natürlich Deutsch, außerdem Englisch und in Arbeitsgemeinschaften sogar Japanisch und Spanisch. Ich bin froh, dass sie sich verschiedenen Kulturen aus authentischen Quellen in ihrer Originalsprache nähern. Alles in allem, ich denke, die Zusammenarbeit in diesem Bereich funktioniert großartig!

– Neben der Freude ist dieses Ergebnis eine Verpflichtung für die Zukunft. Wie kann man Ihrer Meinung nach dieses Niveau behalten?

– Es ist sehr wichtig, dass unsere LehrerInnen die Sprache der Schüler sprechen! Sie sind Persönlichkeiten, die neben dem Wissenstransfer auch Werte vermitteln und eine Gemeinschaft bilden. Kontinuierliche Erneuerung ist deswegen wichtig, um mit den neuesten pädagogischen, fachlichen und methodischen Entwicklungen Schritt zu halten.

Ivett Nuber-Honti, Direktorin der einheitlichen Schule freut sich ebenfalls über die sehr guten Platzierungen.

– Hat die konsequente Arbeit in der gesamten Institution Früchte getragen?

– Das kann man so sagen! Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis! Es ist für uns von Vorteil, einen Kindergarten und eine einheitliche Schule vor Ort zu haben, die aufeinander aufbauen. Dieses Programm bietet anwendbares Wissen, das auf das lebenslange Lernen vorbereitet. SchülerInnen die bei uns lernen, finden ihren Platz im Leben!

Heutzutage hören wir oft, dass SchülerInnen nicht selbständig genug sind. Hier ist das Gegenbeispiel?

– Mit meinen Kolleginnen und Kollegen tun wir Vieles, um Selbstständigkeit zu lehren und unsere SchülerInnen zu erziehen. Der selbstständige Erwerb und die Anwendung von Kenntnissen gehören zu unseren Unterrichtsmethoden. Wir erziehen unsere Kinder zum Denken, Argumentieren und Diskutieren. Wir benutzen dazu auch die digitale Welt als Hilfsmittel. Wir zeigen die Wege und ermutigen zur selbstständigen Urteilsfindung.

– Eine solche Anerkennung erreicht auch die Eltern. Was sagen Sie als Mutter einer UBZ-Schülerin dazu?

– Als Mutter möchte ich meinen KollegenInnen und den SchülerInnen danken und als Schulleiterin bin ich nicht nur den SchülerInnen, sondern auch den Eltern dankbar! Wir können Bildung und Erziehung nur gemeinsam, in Übereinstimmung und Zusammenarbeit mit den Eltern effektiv umsetzen. Unsere Beziehung ist harmonisch, worauf wir in der Zukunft auch besonders achten werden!

– Was sehen Sie als Schlüssel zu diesem Erfolg?

– Das UBZ bildet eine gute Schulgemeinschaft. Wir bemühen uns, die modernsten pädagogischen Methoden in der Schule anzuwenden, aber wir lassen unsere Kinder auch außerhalb der Klassenzimmer nicht allein. Wir achten darauf, dass sich alle am Schulleben Beteiligten wohl fühlen und ihre Stärken und Neigungen hier einbringen können.

Antal Fiedler

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